Rasenroboter – nie wieder Rasen mähen!

Die Wohnung ist geputzt, die Wäsche gewaschen und gebügelt, aber irgendetwas fehlt da doch noch. Genau, der Rasen muss gemäht werden! Einmal in der Woche und im Sommer sogar noch häufiger sollte man das Gras in seinem Garten schneiden. Das lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres erledigen. Zuerst muss der schwere und sperrige Rasenmäher aus dem Schuppen oder dem Keller geholt werden. Danach heißt es: schieben, schieben, schieben. Je nach Fläche ist man gut eine Stunde damit beschäftigt. Das Fitnessstudio spart man sich damit, aber woher bekommt man all die Zeit? Wer abends oder am Wochenende mäht, der macht sich keine Freunde bei den Nachbarn. Also bleiben nicht viele Möglichkeiten offen. Es sei denn, man lässt mähen! Da Gartendienste auf lange Sicht relativ teuer sind, bleibt nur eine Alternative: der Rasenroboter! Er schneidet das Gras vor und hinter dem Haus ganz von alleine. Wie zuverlässig die Geräte sind, was sie alles genau können und für wen sie am besten geeignet sind, verrät dieser Artikel.

Wer sollte sich einen Rasenroboter zulegen?

Im Grunde sind Rasenroboter ideal für alle, die einfach keine Lust haben, ihren Rasen zu mähen. Alten und gebrechlichen Menschen seien die Geräte aber besonders empfohlen. Rasenmähen ist schließlich anstrengend und irgendwann fehlt die Kraft, den schweren Mäher vor sich herzuschieben. Berufstätige profitieren ebenfalls von den Robotern. Dank der praktischen Maschinen kann man seinen Feierabend in Gänze auskosten. Jeden Tag kommt man zu einem frisch getrimmten Rasen nach Hause, der wie dafür gemacht ist, mit den Kindern eine Runde zu kicken oder zu toben. Eine weitere Gruppe, die die Dienste eines Rasenroboters mit Sicherheit zu schätzen weiß, sind Allergiker. Herkömmliche Rasenmäher schleudern das Schnittgut oftmals durch die Luft, wodurch laufende Nasen und tränende sowie Jucken Augen vorprogrammiert sind. Mähroboter lassen das Schnittgut aber einfach auf dem Boden liegen. Das schont nicht nur alle, die unter Heuschnupfen leiden, sondern auch den Rasen selbst. Das Schnittgut ist der ideale Dünger. Es sorgt dafür, dass der Rasen stets saftig, grün und dicht ist. Das ist aber nur eine der vielen Vorteile, der Roboter.

Ganz automatisch zum perfekten Rasen – so funktionieren die Rasenroboter

Mähroboter arbeiten nach dem Chaosprinzip. Das heißt, dass sie quasi ohne einen Plan die Rasenfläche abfahren. Das Prinzip ist schon von Staubsaugerrobotern bekannt und dort funktioniert es ebenfalls hervorragend. Die Rasenroboter erreichen auf diese Weise zwar nicht jeden Winkel auf ihrer Tour, durch die Regelmäßigkeit fällt das aber nicht auf. Lediglich am Anfang kann sich ein ungleichmäßiger Schnitt zeigen. Nach einigen Touren sollte das jedoch kein Problem mehr sein, denn mit der Zeit gelangen die Rasenroboter an jede Stelle. Das freie Bewegungsmuster ist sogar besser für die Struktur des Rasens. Durch die Chaosfahrt hinterlässt der Roboter nämlich keine Linien und kein Muster im Rasen. Geräte der höheren Preisklasse verlassen sich neben dem Chaosprinzip noch auf GPS-Technologie. Die erlaubt es den Rasenrobotern, eine Karte der zu mähenden Fläche zu zeichnen. Der Robomäher merkt sich also, wo er schon war, und schenkt seine Aufmerksamkeit dann der restlichen Fläche. Auf diese Weise fährt der Rasenmäher so lange, bis sein Akku fast leer ist. Dann begibt er sich selbstständig zurück zu seiner Basis, in der er sich auflädt und bereit für die nächste Tour durch den Garten macht. Die Ladezeiten betragen ungefähr 60 Minuten. Das reicht bei einigen Modellen für eine Mähdauer von bis zu fünf Stunden und einer Fläche von bis zu 5000 m². Holpriges Terrain oder Steigungen bis zu 45 Prozent sind für die High-End-Roboter auch kein Problem. Dank der ruhigen Motoren dürfte es bei manchen Produkten außerdem kein Problem sein, sie nachts laufen zu lassen. Mit weniger als 60 Dezibel sind sie leiser als eine Nähmaschine oder ein normales Gespräch.

Was verhindert, dass der Rasenroboter auch das Rosenbeet mit mäht?

Im Haus markieren Wände dem Staubsaugerroboter die Grenzen seines Arbeitsbereichs, im Garten sind es dünne Drähte. Die müssen vor der ersten Inbetriebnahme überall dort verlegt werden, wo der Rasenroboter nicht hinfahren soll – also vor Blumenbeeten, Teichen u. Ä. Sobald sich der Roboter den Drähten nähert, macht er kehrt und fährt in eine andere Richtung. Die Drähte helfen dem Rasenroboter auch, seine Ladestation zu finden. Mehr tun sie nicht. Sie stellen keine Stolperfalle für Menschen dar und sind nach einiger Zeit auch nicht mehr zu sehen, denn sie werden direkt über der Erde verlegt. Nach einigen Wochen wächst buchstäblich Gras über die Sache und das Begrenzungskabel ist weitestgehend unsichtbar. Die Drähte sowie Klammern zum Befestigen sind übrigens in der Regel bereits in den Paketen enthalten – ebenso wie Abstandslineale, die an Hindernisse gehalten werden können, um den idealen Abstand für den Begrenzungsdraht festzulegen.

Was gibt es beim Kauf eines Rasenroboters zu beachten?

Wer überlegt, sich einen Robomäher zuzulegen, der sollte seinen Garten vorher etwas näher betrachten. Die Maschinen eignen sich zwar grundsätzlich für fast jede Rasenfläche, aber an einigen Orten könnten sie Probleme bekommen. Zuerst sollte sichergestellt werden, dass ein geeigneter Platz für die Station vorhanden ist. Der ideale Standort ist vor der Sonne geschützt, frei zugänglich und auf einer ebenen Fläche. Ein Dach schützt den Rasenroboter vor direkter Sonneneinstrahlung. Das ist empfehlenswert, weil übermäßige Hitze den Akku schädigen kann und schnell dazu führt, dass dieser ersetzt werden muss. Auch andere Bauteile reagieren empfindlich auf die extrem hohen Temperaturen, die entstehen können, wenn der Roboter zu lange in der Sonne steht. Trotzdem ist davon abzuraten, die Basis in einen Schuppen zu stellen. Dort würde der Roboter nur schwer hineinfinden. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass sich eine Steckdose in der Nähe befindet. Allgemein wird ein maximaler Abstand von 20 Metern empfohlen. Die Kabellänge kann jedoch je nach Gerät stark abweichen. Zu guter Letzt sollte man verhindern, dass andere Stromleitungen in unmittelbarer Nähe der Drähte vorlaufen. Die können unter Umständen das Signal stören und so das Andocken des Rasenroboters erschweren. Falls einige dieser Kriterien Probleme bereiten sollten, dann gibt es Abhilfe in Form von Robotergaragen. Sie schützen die automatische Mähhilfe vor der Witterung und bieten einen diskreten Parkplatz für die Roboter.

Wie sicher sind Rasenroboter?

Ein Gefährt, das mit messerscharfen Klingen wild und ohne Aufsicht durch den Garten fährt, klingt zugegebenermaßen erst einmal nicht so sicher. Es gibt jedoch keinen Grund zur Panik, denn die Hersteller haben allerhand Funktionen verbaut, welche die Rasenroboter nahezu hundertprozentig sicher machen. Eines dieser Features ist der Hebe- und Kippsensor, der bei keinem Gerät fehlen sollte. Dieser erkennt es, wenn der Roboter angehoben oder gekippt wird. Sobald das geschieht, schalten sich die Geräte auf der Stelle aus. Die Klingen stoppen also und stellen keine direkte Gefahr mehr dar. Da die Rasenroboter nur die Fläche unter ihnen mähen, sind auch Zusammenstöße mit Menschen, Tieren oder Gegenständen ungefährlich. Eine gummierte Fläche stellt sicher, dass Bäume nicht beschädigt und Menschen nicht verletzt werden. Somit ist es auch nicht nötig, Bäume oder Gartenhäuser mit dem Begrenzungsdraht einzuzäunen. Wenn der Roboter auf ein Hindernis stößt, dann ändert er einfach seine Richtung. Trotz all dieser Sicherheitsmaßnahmen ist es ratsam, Kinder sowie Haustiere niemals unbeaufsichtigt mit dem Rasenroboter alleine zu lassen.

Ist so ein Rasenroboter nicht leichte Beute für Diebe?

Nein! Die meisten Rasenroboter sind mit einem zuverlässigen Diebstahlschutz ausgestattet. Viele Hersteller haben sogar gleich mehrere Schutzmechanismen in ihren Geräten verbaut. Der geläufigste Schutz ist eine Sicherung per PIN. Die muss vor der ersten Inbetriebnahme festgelegt werden. Danach fährt der Roboter nur, nachdem die PIN eingegeben wurde. Für Diebe ist ein gestohlenes Gerät also nutzlos. Das wissen einige Langfinger natürlich nicht. Aus diesem Grund haben zahlreiche Hersteller ihre Rasenroboter zusätzlich mit einem GPS-gestützten Alarm ausgestattet. Der geht sofort los, wenn der Roboter über eine vorher festgelegte Grenze getragen wird. Falls das die Diebe immer noch nicht aufhält, dann kann der Roboter über den GPS-Tracker verfolgt werden.

Vor der ersten Fahrt – das gibt es noch zu erledigen

Nachdem die Basis einen geeigneten Platz gefunden hat und der Draht korrekt verlegt wurde, geht es an die Installation des Rasenroboters. Viel technisches Know-how ist dafür eigentlich nicht vonnöten. Die Anleitungen führen einen schrittweise durch den Prozess. Üblicherweise beginnt die Installation bei der Auswahl der PIN. Danach müssen Datum sowie Uhrzeit eingestellt werden. Es folgt gegebenenfalls die Einstellung der einzelnen Zonen. Die Rasenfläche kann nämlich unterteilt werden. Das ist nötig, wenn zwei Flächen nur über einen schmalen Pfad erreichbar sind oder getrennt gemäht werden sollen. Nachdem das erledigt wurde, kann der Rasenroboter seinen ersten Auftrag ausführen.

So funktioniert die Wartung eines Rasenroboters

Ein bisschen Arbeit machen die Rasenroboter doch. Sie bedürfen einer regelmäßigen Wartung. Das ist ein zusätzlicher Kostenfaktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Eine Schwachstelle eines jeden Rasenroboters ist der Akku. Der hält nicht ewig und muss irgendwann ausgetauscht werden. Auch die Klingen werden mit der Zeit stumpf und somit unbrauchbar. Ein Wechsel ist je nach Größe der Rasenfläche ein- bis zweimal pro Saison ratsam. Darüber hinaus sind die Rasenroboter sehr pflegeleicht. Ab und zu sollte das Gehäuse mit einem feuchten Lappen abgewischt werden und über die Wintermonate benötigen Roboter sowie Basis ein warmes Plätzchen, welches vor Forst und Minustemperaturen geschützt ist.

Wie viel Energie verschlingt ein Rasenroboter?

Im Durchschnitt kann man mit Stromkosten von rund 10 bis 80 Euro im Jahr rechnen. Das ist wesentlich günstiger als ein Gärtner. Außerdem benötigt der Rasenroboter kein Benzin und auch keine Zündkerzen. Die Geräte sind obendrein äußerst umweltfreundlich, denn sie erzeugen keinerlei Abgase im Gegensatz zu herkömmlichen Rasenmähern.

Der bekannteste Hersteller

Husqvarna existiert seit über 100 Jahren und stellt einige der besten Rasenroboter her, die der Markt zu bieten hat. Die Topmodelle sind mit allerlei praktischen Funktionen ausgestattet. Über die App können die Rasenroboter beispielsweise jederzeit und von fast jedem Ort aus gesteuert werden. Dort ist es auch möglich, fünf verschiedene Einstiegspunkte für den Rasenroboter festzulegen. Dadurch wird gewährleistet, dass der Roboter stets auch an schwer erreichbaren Stellen mäht. Der große Clou ist aber der Wetter-Timer. Wenn diese Funktion aktiviert ist, dann ist der Rasenroboter dazu in der Lage, das Graswachstum zu ermitteln. Bei feuchtem Wetter und gutem Graswachstum mäht der Roboter dann häufiger. Falls der Rasen dagegen weniger wächst, so begibt sich der Roboter seltener auf Tour. Das spart Energie und Kosten. Es schont außerdem die Klingen sowie den Akku.

Fazit: Bereit zum Rasenroboterkauf?

Es gibt kaum einen Garten, mit dem die Rasenroboter von heute nicht klarkommen. Lediglich an der Größe kann es irgendwann einmal scheitern. Aber in diesem Fall gibt es immer noch die Möglichkeit, sich einen zweiten Rasenroboter zu kaufen. Auch verwinkelte Gärten mit engen Passagen fahren die Geräte dank leistungsstarker Sensoren und moderner Navigationstechnik mühelos ab. Hindernissen gehen sie dabei aus dem Weg und Diebe schlagen sie mit zahlreichen Schutzfunktionen, wie Alarmen in die Flucht. Neben all diesem Hightech kommt die Sicherheit nicht zu kurz. Wer den laufenden Rasenroboter anhebt, der wird gewiss keine rotierende Klinge zu sehen bekommen. Das Einzige, was die Besitzer eines Rasenroboters zu sehen bekommen, ist einen optimal gepflegten Rasen – und das ganz ohne Anstrengung. Sogar die Energiekosten halten sich im Rahmen und sind im Vergleich zu einem Gärtner gering. Lediglich in Sachen Wartung und Aufbau gibt es Abstriche. Die Ersatzteile verursachen erneute Kosten, die sich zu den recht hohen Anschaffungskosten gesellen. Der Aufbau und die Planung nehmen zudem viel Zeit in Anspruch und beides lässt sich je nach Gartenbeschaffung kaum ohne Hilfe alleine bewältigen. Dennoch bleibt festzuhalten: Man bekommt einen Rasenroboter, der absolut selbstständig den Rasen mäht und mulcht. Vor allem Letzteres sorgt dafür, dass der Rasen dauerhaft frischer und gesünder ausschaut.... mehr anzeigen