Baulaser – präzise, schnell und sicher

Beim verlegen von Fliesen, bei der Montage von Möbeln oder beim Nivellieren des Bodenniveaus - der Workflow bleibt bei allen Tätigkeiten gleich. Waren es früher Wasserwaage, Lot und der unhandliche Nivellierschlauch, sind es heute die Baulaser, die das exakte Ausrichten im Hausbereich und auf Baustellen übernehmen. Bereits Geräte im unteren Preissegment arbeiten mit einer Genauigkeit von fünf bis zehn Millimeter Abweichung auf 100 Meter. Das entspricht einem Winkel von unter 0,06 Grad. Eine normale Wasserwaage ist kaum in der Lage, diese Steigung anzuzeigen. Dieser Ratgeber verrät, mit welchen Geräten Einsteiger und Heimwerker heute arbeiten.

Welcher Baulaser macht was?

Kreuzlinienlaser, wie der SK 104Z von Makita, projizieren Laserlichtlinien in horizontaler und vertikaler Richtung, die exakt im „Rechten Winkel“ aufeinander stehen. Während das rote Laserlicht in Innenräumen deutlich die Markierungen anzeigt, sind die grünen Linien bei hellen Lichtverhältnissen im Außenbereich besser sichtbar. Hier überzeugt der Baulaser GLL 3-80P von Bosch durch eine verbesserte Diodenleistung des grünen Lasers. Diese Baulaser sind universelle „2-in-1“ Geräte – Kreuzlinien- und Punktlaser in einem.

Gerade Linien und rechte Winkel

Im Haus- und Heimwerkerbereich eignen sich die Kreuzlaser überall dort, wo eine gerade Ausrichtung von Elementen in der horizontalen und vertikalen Dimension notwendig ist. Bilder hängen parallel zueinander auf gleichem Höhenniveau und gerade an der Wand. Lotrechte Referenzlinien für die Tapetenbahnen sind exakt senkrecht. Bei Fliesenarbeiten folgt sowohl die waagerechte als auch die senkrechte Fuge exakt dem Laserstrahl. Voraussetzung ist, dass der Baulaser im rechten Winkel zur Arbeitswand weist. Der Anriss für Steckdosen folgt der Lichtlinie des Baulasers, auch wenn sich die Montage an der gegenüberliegenden Zimmerecke befindet. Bei der Montage von Möbelelementen in der Küche oder von Regalen im Wohnzimmer bildet das Fadenkreuz des Lasers eine sichere Aufbauhilfe. Das Verlegen von Sanitärsystemen und Elektrokabel wird übersichtlich. Bei Trennwänden im Trockenausbau und bei der Nivellierung von Fußböden bieten Baulaser eine sichere Orientation.

Es geht auch in 3D

Auf Baustellen sind bei Vermessungsarbeiten die Kennzeichnung von Fluchten und Höhen wichtige Markierungspunkte. 360º Rotationslaser arbeiten mit einem rotierenden Laser. Es entstehen perfekte Referenzlinien in allen drei Dimensionen. Zwischenwerte, wie Diagonalen, lassen sich ebenso darstellen. Durch variable Umdrehungsgeschwindigkeiten lassen sich die Baulaser an jede Aufgabe anpassen. Bis zu einer Schräglage von +/- 6º kann der selbstnivellierende Rotationslaser SKR 200Z von Makita bis zu 200 Meter fernbedient werden.

Rotationslaser - ein Fall für Fortgeschrittene

Die aufwendige Technik der Rotationslaser erfordert entsprechendes Fachwissen. Kleinste Erschütterungen oder Vibrationen wirken sich auf großen Entfernungen dramatisch auf das Messergebnis aus. Die rotierenden Laserköpfe dieser Baulaser müssen regelmäßig nachzentriert werden. Ohne Messinstrumente ist das eine Aufgabe für den Fachmann. Der größere Aufwand und die ausgefeilte Technik verlegen den Platz der Rotationslaser klar in den Profibereich.

Fazit

Baulaser verringern den Aufwand des Gerätelagers und erleichtern den Workflow. Statt über Schlauchwaagen zu stolpern, zeigen die Laser während der Arbeiten zuverlässig die Markierungspunkte an. Das ist nicht nur ein Komfort für den Anwender, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit am Arbeitsplatz. Dabei ist der Umfang der Ausstattung und der Funktionen der Geräte preisbestimmend. Messtechnisch liegen sie alle auf einem hohen Qualitätsniveau. Bereits die einfacheren Baulaser sind nützliche Hilfen für den Hobby- und Heimwerker.... mehr anzeigen