Die Fassadensanierung selbst erledigen: So gehen Sie vor

Die Fassadensanierung selbst erledigen: So gehen Sie vor

Eine Fassadensanierung verbessert den optischen Eindruck und schützt die Bausubstanz. Lesen Sie hier, wie Sie diese Aufgabe selbst erledigen können.

17.06.2021Wenn Ihr Haus in die Jahre gekommen ist, macht sich dies häufig als Erstes an der Fassade bemerkbar. Diese macht keinen guten Eindruck mehr und außerdem verliert sie ihre Schutzfunktion für das Mauerwerk. In diesen Fällen steht eine Fassadensanierung an.

Viele Hausbesitzer fragen sich, ob sie diese Aufgabe selbst übernehmen können oder ob hierfür ein Handwerker notwendig ist. Die Fassadensanierung in Eigenarbeit ist grundsätzlich möglich – selbst wenn Sie in diesem Bereich noch über wenig Erfahrung verfügen. Allerdings sollten Sie sich dabei auf kleinere Ausbesserungsarbeiten beschränken.

Größere Maßnahmen sind nicht nur schwieriger umzusetzen. Wenn Sie dabei mehr als 10 Prozent der Fassadenfläche erneuern, müssen Sie außerdem die aktuellen Anforderungen der Energiesparverordnung erfüllen. Das bedeutet, dass eventuell eine umfassende Verbesserung der Wärmedämmung notwendig wird. Diese Aufgabe sollten Sie auf jeden Fall einem Fachmann überlassen.

Den Zustand der Fassade prüfen

Putz an Hauswand entfernenMit einem Meißelhammer lässt sich der alte Putz schnell großflächig entfernen.
Der erste Schritt besteht darin, den Zustand der Fassade zu prüfen. Dazu sollten Sie zunächst einen Test mit einem fest haftenden Klebeband durchführen. Bringen Sie dieses auf der Fassade an und reißen Sie es dann ruckartig ab. Bleiben daran größere Stücke haften, ist es empfehlenswert, den kompletten Altputz zu entfernen. In diesem Fall sollten Sie einen Handwerker beauftragen.

Falls der Putz grundsätzlich noch fest ist, sind nur Ausbesserungsmaßnahmen an den betroffenen Stellen notwendig. Diese finden Sie, indem Sie die Wand mit einem Gummihammer abklopfen. An den beschädigten Stellen klingt das Geräusch hohl und manchmal löst sich dabei der Putz bereits von der Wand.

Den Putz an den beschädigten Stellen entfernen

Im nächsten Schritt müssen Sie den Putz an den betroffenen Stellen abtragen. Wenn Sie diese Aufgabe nicht mühsam mit Hammer und Meißel erledigen möchten, empfiehlt es sich, hierfür einen kraftvollen Meißelhammer zu verwenden.

Putzausbrüche ausspachteln

Nachdem Sie den Putz abgetragen haben, müssen Sie die entsprechenden Stellen ausspachteln. Rühren Sie hierfür eine passende Spachtelmasse mit einem Rührwerk an. Eventuell kann es notwendig sein, sie in mehreren Schichten aufzutragen.
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Rührwerk
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Kantenprofile anbringen

Für einen sauberen Abschluss müssen Sie Kantenprofile an den Ecken anbringen. Diese befestigen Sie ebenfalls mit Spachtelmasse.

Armierungsgewebe auftragen

Damit die ausgebesserten Stellen nicht sichtbar sind und damit die ganze Fassade einen einheitlichen Eindruck macht, ist es empfehlenswert, die gesamte Fläche mit einer neuen Putzschicht zu bedecken. Für einen besseren Halt kann es sinnvoll sein, zunächst einen Tiefengrund aufzutragen. Danach müssen Sie die komplette Fläche mit einem Armierungsmörtel bedecken und in die feuchte Masse ein Armierungsgewebe drücken.

Oberputz auftragen

Nachdem Sie das Armierungsgewebe aufgetragen haben, fehlt noch der Oberputz. Wählen Sie hierfür einen passenden Putzmörtel und bringen Sie diesen in einer dünnen Schicht auf der Oberfläche an. Danach können Sie diesen nach Ihren Wünschen strukturieren – beispielsweise mit einem Reibebrett oder mit einem Spachtel.

Fazit: Die Fassadensanierung ist auch als Heimwerker möglich

Die Fassadensanierung stellt sicherlich keine ganz einfache Aufgabe dar. Wenn Sie die notwendige Zeit und etwas handwerkliches Geschick mitbringen, können Sie diese aber dennoch selbst übernehmen. Vor Beginn der Maßnahmen sollten Sie jedoch auf jeden Fall mit einem Fachmann abklären, ob Sie dabei die Energiesparverordnung berücksichtigen müssen.
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